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Allgemeinwissen

Zumindest bestimmte Genotypen der Hep C sind durch die Kombination Ledipasvir/Sofosbuvir heilbar.

Afdhal N et al. Ledipasvir and Sofosbuvir for Untreated HCV Genotype 1 Infection. N Engl J Med. 2014;370:1889-1898

(n.b. Allerdings ist die Therapie so teuer, dass nicht alle Hep C Träger therapiert werden können.)

Zum state-of-the-art Vortrag Prof. Poston: Gallenwegsverletzungen

„Aintree meets Salzburg“ (118. Seminar der Fortbildungsakademie) – Gallenwegsverletzungen im Rahmen einer lap. Cholezystektomie (lapCHE) stellen nach wie vor ein Problem dar und kommen in 1-2% vor. Vor allem in Großbritannien stellen die im Vergleich zu unseren Breiten überproportional häufigeren lang bestehenden chron. Cholezystitiden eine echte Herausforderung dar. So warnt Prof. Poston eindringlich vor einem weiteren laparoskopischen Vorgehen, wenn das Chalot´sche Dreieck, das Kriterium des „critical view of safety“ nicht darstellbar ist. Konversion ist keine Komplikation und keine „Niederlage“. In den Niederlanden ist es Pflicht die Darstellung des Chalot´schen Dreiecks mit seinen Strukturen mit einem Photo zu dokumentieren! Prof. Poston weist auf die Wichtigkeit hin, die häufigen Variationen im Lig. hepatoduodenale zu kennen. Vor allem der Abgang des Duktus Zystikus aus dem posterioren Ast des rechten Hepatikus, er kommt in 2% vor – es waren rund 100 Teilnehme im Saal, daher wies er darauf hin, dass 2 der hier Anwesenden diese Variation hätten, stellt eine häufige Komplikationsquelle bei der lapCHE dar. Ich habe die Variationen der Gallenwege nochmals nach Blumgart et al. 2006 zusammengefasst.

Literatur
Blumgart LH, Hann LE (2006) In: Blumgart LH, Belghiti J, Büchler M (eds) Surgery of the liver, biliary tract and pancreas. 4rd edn. WB Saunders Company Ltd, London Edinburgh New York Philadelphia St. Louis Sydney Toronto, pp 3–29
Lang H. Technik der Leberresektion Teil I. Leberanatomie und Operationsplanung Chirurg 2007 · 78:761–774

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