Appleby Prozedur

Erstmals von Appleby 19531 für das den Trunks infiltrierende Magenkarzinom beschrieben. Heute meist bei Pankreaskörperkarzinomen angewandt, bei denen aus Radikalitätsgründen der Trunks coeliakus mitreseziert werden muss. Obwohl man sagen muss, dass die Infiltration der Arterien, im Gegensatz zur Pfortader und/oder Vena mesenterika superior [VMS], beim Pankreaskarzinom nur in extremen Ausnahmefällen indiziert ist (Prognose: Infiltration Pfortader/VMS -> 12-13 Monate mittleres Überleben; Infiltration AMS -> 6-9 Monate)2, kann in Einzelfällen eine Resektion der Trunkus sinnvoll erscheinen3. Die Leber wird dabei über die pankreato-duodenale Arkade arteriell versorgt. Diese besteht aus den pankreatikoduodenalen Arterien (A. pankreatikoduodenalis posterior superior, A. pankreatikoduodenalis anterior superior und die Aa. pankreatikoduodenalis posterior und anterior inferior) mit Ursprung aus der Arteria mesenterika superior, die über die Art. gastroduodenalis bei normaler Anatomie zur Art. hepatika propria führen – siehe Abbildung.

1Appleby LH. The coeliac axis in the expansion of the operation for gastric carcinoma. Cancer 1953;6:704-7

2Boggi U. et al. Surgery. 2009;146:869-81
Wang C. et al. J Gastrointest Surg, 2008;12:2183-90

3Rory L. Smoot, John H. Donohue. Modified Appleby Procedure for Resection of Tumors of the Pancreatic Body and Tail with Celiac Axis Involvement. Journal of Gastrointestinal Surgery
2012;16: 2167-69

Appleby

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